Der Profifußball ist in aller Munde. Täglich wird über Spiele, Sportler und Hintergründe in den Medien informiert. Da die Mechanismen des Profigeschäfts jedoch nicht eins zu eins auf die Jugend zu übertragen sind, widmet sich die Plattform „Spieltrieb“ den Nachwuchskickern. In einem Podcast informieren die Betreiber der Seite gezielt über den Kinder- und Jugendfußball. Über verschiedenen Themen rund um den Nachwuchsfußball, werden Interviews mit verschiedenen Experten geführt. So kommen Trainer und Fußballprofis genauso zu Wort, wie Sportwissenschaftler, Athletiktrainer, Psychologen, Ernährungsberater und alle die mit dem Sport zu tun haben.

Ein Baustein ist die Sportpsychologie im Jugendfußball

Vor dem Hintergrund der Erfahrung als Sportpsychologe im Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) des FC Augsburg, wurde Dr. Tom-Nicolas Kossak von Sportpsychologie München, zum Thema Sportpsychologie im Jugendfußball interviewt. Im Interview erfahrt ihr, wer im NLZ auf die Expertise des Psychologen zurückgreift, wie häufig solche Sitzungen stattfinden und welche Themen besprochen werden. So wird geklärt ob und wie man Spieler motivieren kann, was einen Trainingsweltmeister ausmacht und wie man mit einem solchen umgehen kann. Gemeinsam wird diskutiert, welches mentale Talent ein Spieler mitbringen muss, um sich im Leistungsfußball durchzusetzen und ob diese Eigenschaften trainierbar sind.

Darüber hinaus wird auf die Rolle des Nachwuchstrainers eingegangen und wie er von der Arbeit mit dem Psychologen profitieren kann. Es wird geklärt, inwieweit die sportpsychologischen Maßnahmen mit dem Trainer besprochen werden und wo die natürlichen Grenzen aufgrund der Schweigepflicht des Psychologen liegen. Auch die Rolle der Eltern wird durchleuchtet und wie diese ihre Kinder bestmöglich in der Zeit im NLZ unterstützen können. Über den Tellerrand wird dann geschaut, wenn überlegt wird, was der Fußball von anderen Sportarten lernen kann. Auch die Rolle des Sportpsychologen, der sich im besten Fall allen gegenüber neutral verhalten soll, wird kontrovers diskutiert.

Abschließend sollte sich Dr. Tom-Nicolas Kossak überlegen, welche Regel er einführen würde, wenn er die Möglichkeit hätte diese allen 25.000 Vereinen in Deutschland aufzuerlegen.